Axel Haubrok: Warum man Kunst nicht kaufen sollte, die einen sofort anspricht.

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00:00:00: Die Kunst bedeutet mir sehr, sehr viel.

00:00:19: Man steht vor einem Kunstwerk und irgendwann kommt der Moment in den wir es reineschauen nicht mehr reicht.

00:00:25: Man möchte es besitzen, festhalten – es mitnehmen ins eigene Leben!

00:00:29: Aus dieser Haltung ist über Jahrzehnte eine der bedeutendsten Privatsammlungen für Konzeptkunst in Deutschland entstanden.

00:00:41: entwickelte sich Schritt für Schritt konsequent weiter.

00:00:44: Hin zu einer Sammlung, die heute über tausend Werke umfasst und sich mittlerweile klar auf Konzeptkunst- und Minimalart konzentriert.

00:00:51: Mit Arbeiten von Künstlern wie Wolfgang Tillmanns, Olafur Eliasson, Franz Wester oder Christopher Williams ist sie nicht nur umfangreich sondern auch inhaltlich präzise ausgerichtet.

00:01:02: Gezeigt wird die Sammlung Haubrock heute an einem Ort der sich ebenso bewusst gegen klassische Ausstellungskonventionen richtet Der sogenannten Fahrbereitschaft in Berlin-Lichtenberg, einem ehemaligen DDR-Gewerberareal.

00:01:15: Und genau diese Mischung dieser Kontrast spiegelt auch die Haltung der Sammler wieder.

00:01:20: Kunst ist für die Haubrocks kein fertiges Produkt sondern eher etwas mit dem man arbeitet.

00:01:25: Hallo und herzlich willkommen sagen Sascha Warich und Andreas Maurer.

00:01:29: Wir haben in dieser Kunstblickfolge mit Axel Haubrock gesprochen über die Sammelleidenschaft des Paares Die Fahrbereitschaft und natürlich auch darüber wie er eigentlich zum sammeln gekommen ist.

00:01:40: Also viel Vergnügen!

00:01:48: Ich bin während der Schulzeit schon auf der ersten Dokumenta oder das war glaube ich die vierte insgesamt, vierte Dokumenter gewesen und es hat mich irgendwie fasziniert.

00:01:57: Kann auch nicht sagen warum ich nicht fasziniert.

00:01:59: aber es ist einfach so... Und das ist bis heute geblieben.

00:02:02: da hat sich nichts zu sein geändert.

00:02:04: Sammeln Hat denn was mit Geld zu tun oder hat mir zwei Dinge zu tun.

00:02:08: Einmal muss man sammeln können, weil mein Geld halbt und zum anderen muss man Sammeln wollen, weil es einem nicht reicht wenn man das ganze im Museum sieht.

00:02:16: Und sammlen wollen tat ich eigentlich immer schon aber den hast du natürlich noch in der ganzen Zeit dann gebraucht bis man die finanziellen Mittel hätte um halt eben auch wirklich etwas zu kaufen.

00:02:27: Dieses Sammlagehen ist sicherlich bei uns in der Familie drin.

00:02:30: Mein Vater sammelte Fotoapparate, ich hab früher Briefmarken gesammelt.

00:02:34: also das ist so.

00:02:38: Wenn Sie sagen, sie waren schon als Jugendlicher da während der Schulzeit bei der Dokumente.

00:02:43: Gab es da vielleicht ein Schlüsselerlebnis wo Sie sagen also das ist genau Ihres Kunst?

00:02:47: Ich sehe ein Kunstwerk oder eine Installation oder was auch immer und merke Kunst ist genau meins.

00:02:53: Das kann ich jetzt so nicht sagen.

00:02:54: Ich kann Ihnen nur erzählen von den Dokumenten.

00:02:56: Ich weiß gar nicht wie viel die das war.

00:02:57: Die mussten nineteenhundertsechzig oder sowas gewesen sein.

00:03:02: Da gab's halt von dem Glas Oldenburg einen riesigen Ballon in der Dokumenter war, so ein Verlustembol und zwanzig Meter hoch.

00:03:13: Und das fand ich schon ziemlich gut und ziemlich brutal und ziemlich hart und das hat mich bis heute glaube ich zu diesem bisschen mitgebrecht.

00:03:20: Spannend!

00:03:21: Und erinnern Sie sich auch noch an das erste Werk was sie dann gekauft haben?

00:03:24: Ich meine die waren auf der Dokumente haben viele Sachen gesehen aber dann wirklich weil sie einem auch gerade sagt Zum Sammeln dann tatsächlich gehört dann doch mehr als nur das reine Interesse am Schauen.

00:03:35: Wissen Sie noch, was das erste Werk war?

00:03:37: Na ja, das kann man natürlich schlecht so... Man sagt nicht irgendwann jetzt werde ich sammler und dann gehauffle ich!

00:03:41: Das geht hier anders vor.

00:03:43: Also ich habe im Studium halt schon alles Geld, was ich irgendwie über hatte in Grafiken, Drucker- und Bücher gesteckt.

00:03:53: Aber da konnte man halt eben noch nicht so richtig zuschlagen, denn er hat das berufliche Entwicklung mit Zeit lang gedauert und dann anschließend Mitte der achtziger Jahre.

00:04:04: Zuerst haben wir damals in Düsseldorf gelebt.

00:04:06: meine Frau die ich leider nicht dabei sein kann im Augenblick hat ein Budget aufgesetzt.

00:04:12: sie hatte damals mehr Geld als ich Und dann haben wir gesagt okay davon kaufen wir Kunst.

00:04:18: Das erste bedeutende Werk Das meint, dass ich die Deutener Werk, was ich dann gekauft habe, ist ein Roll der Kaiser gewesen.

00:04:26: Sie hat mich dann voll ins Gepackt.

00:04:32: Was hat sie da genau gepackt an der Arbeit?

00:04:33: Beziehungsweise gibt es die noch im Haushalt Haubrock?

00:04:36: Die gibt das A im Haushalthaubrock gegen B-Dreißigjahre bei uns im Schlauchzimmer und jetzt hängt sie im Anjaangsbereich.

00:04:45: also das ist eine abstrakte Arbeit eine brüchige Oberfläche hat, die irgendwie vom Bewegung zeugt und tiefer hat.

00:04:54: Bis heute stehe ich total auf dieser Arbeit.

00:04:58: Ihre Sammlung ist ja berühmt für den Fokus auf Konzept- und Minimalkunst also schon eher sperriger Kunst?

00:05:06: Was ist so faszinierend an diese Art von Kunst?

00:05:09: beziehungsweise was faszineert Sie beide als Paar an den Werken?

00:05:14: Naja wenn man wie gesagt sammelt Leidenschaft Und so ein bisschen langsamer die Möglichkeit hatte, was zu kaufen.

00:05:19: Dann kauft man halt und hat irgendwann dann eventuell zu Hause nicht voll.

00:05:25: aber man hat so ein Einiges dass man sagt ja wie geht es denn jetzt weiter?

00:05:29: Und mich haben dann halt eben die Grenzen dessen jetzt.

00:05:32: Was kann man denn überhaupt sammeln?

00:05:35: Das fand ich sehr spannend, weil man auf diese Art und Weise mit dem Sammeln als solches auseinander sein könnte.

00:05:42: Also nicht nur damit aus der Versage, sondern was mache ich eigentlich damit?

00:05:45: Und das ist bis heute eigentlich das Entscheidende, dass wir mit Künstlern die Dinge zusammen machen, Ausstellungen gemeinsam gestalten... ...und die Konzeptkunst ist natürlich in einem starken Maße etwas, das man nicht zu Hause zeigen kann im Wohnzimmer.

00:06:01: Wir haben halt eben eine Zeit lang Oder vielleicht muss ich vorher noch erzählen, wir hatten wohl ein ganz großes Glück.

00:06:07: In den Einladungen in das Münchengladbach ab Teibergmuseum und konnten das ganze Museum bespielen.

00:06:14: Da hatten wir glaube ich aber auch nicht mehr arbeiten als die, die da reinpassten.

00:06:18: Und das war schon der Zeitpunkt an dem man dann anfing zu überlegen wie es damit weitergeht.

00:06:24: Weil man dann ja schon gewisse Weine erreicht hat und irgendwie sieht nach Hause passt es nicht mehr.

00:06:30: Das war dann halt in der Augenblick, wo wir uns gefragt haben, dann sammeln wir Kunst wie Briefmarken so aus jedem Dorf in den Köter und versuchen rein zu verfolgsständigen oder ja was macht die Kunst eigentlich aus?

00:06:43: Und da war zum Beispiel das war glaube ich ganz entscheidend.

00:06:46: Wir haben eine Reihe von Arbeiten von Günther Föhrk und wir haben den Günther denn gefragt ob er die denn für uns in einem Raum im Abteilberg Museum arrangieren, kuratieren würde.

00:06:59: Wie soll ich denn diese unterschiedlichen Arbeiten an eine Wand bringen?

00:07:02: Hängen sie auf wie einer Wäscheleine.

00:07:04: Die pflapsige Art und so, bis heute irgendwie die Möglichkeit, die da bestehen, ob man pflap sich oder nicht pflapse sich machen kann... Das finden wir interessant!

00:07:14: Und die Konzeptkunde ist natürlich total offen was das angeht.

00:07:18: Da geht es ja nicht nur darum was arbeiten die gleichen Farbe oder irgendwas zusammenzubringen, sondern halt wirklich sagen was kannst du eigentlich mit dieser Kunst machen und macht der Künstler das mit?

00:07:27: Und dass wir sich etwas gemeinsam für ein Projekt entwickeln.

00:07:31: Das ist eigentlich das Entscheidende!

00:07:33: Sie haben vorhin erwähnt, sie haben sich wirklich bewusster zu entschlossen eine Sammlung aufzubauen.

00:07:37: Auf ihrer Homepage oder der Homepage der Hauptbrock Foundation steht auch dass sie zuerst quasi mehr auf Malerei sich fokussiert haben und dann immer mehr auf Konzeptkunst.

00:07:46: Und sie haben auch vorher erzählt ihre Frau hat ein Budget gemacht.

00:07:49: also war es wirklich eine bewusste Entscheidung.

00:07:51: ab jetzt sammeln wir?

00:07:53: Was ist eine monetäre Entscheidung, dass die sagen vielleicht das mal ein bisschen überblick haben was geben wir überhaupt aus?

00:07:58: oder was eher mehr dass wir sagen wir müssen uns jetzt fokusieren

00:08:01: Noch ein bisschen anders.

00:08:03: Man entscheidet sich nicht bewusst, eine Sammlung aufzubauen sondern man entscheidet, sich tolle Arbeiten für Zuhause zu kaufen und dann wird es mehr und mehr und irgendwann passt das nicht mehr an die Wand.

00:08:13: Das was ich eben erzählt hatte von meiner Frau war so der erste Schritt.

00:08:16: Ich war beruflich dann anschließend relativ erfolgreich.

00:08:19: wir haben relativ viele Unternehmen an die Börse begleitet also kommunikativ in den neuen Maar.

00:08:25: Und da gab's dann halt irgendwie einen Augenblick wo man sagt jetzt habe ich eine gewisse Summe Geld liege ich auf die hohe Kante, verkonsumiere ich es oder kaufe ich Kunst.

00:08:36: Und das war dann halt eben wirklich ... Das waren die Bewegungsentscheidungen zusammen.

00:08:39: Das war halt der Punkt was ich je mehr Leute tat mit dem Abteilwerkmuseum, wo ich gesagt habe, dass bringt's nicht.

00:08:43: Da gab's den einen Raum mit dem einen Künstler und einem anderen.

00:08:46: Dann hab' ich angefangen in Räumen zu dienen... und Gruppen zusammen!

00:08:50: Und jetzt heute ist es noch so, wenn ich hatte von einer neuen Künstlerin, eine neue Künsterin irgendwie etwas finde, dann guck ich mir an, was hat die sonst noch gemacht?

00:08:57: Wer is der Gallevis?

00:08:58: Und was kann sie damit machen?

00:09:00: Nichts dieser Arbeitgut.

00:09:01: Da wollte ich noch eine Frage stellen, genau.

00:09:03: Also worauf achten Sie?

00:09:05: Wenn Sie jetzt neue Kunstwerke kaufen für sich beziehungsweise die Sammlung gibt es da bestimmte Kriterien, wie sie wichtig sind?

00:09:12: Sie hatten gerade schon erwähnt eben nicht nur der Künstler, die singuläre Arbeit sondern auch die Galerie und der Kontext.

00:09:18: Gibt's da noch andere Dinge?

00:09:20: Die Galerie ist als solches nicht für mich wichtig aber die Galorie als Indikator des Kontexts der Arbeit ist wichtig.

00:09:29: Und die wichtigste Regel für uns ist, wenn du was siehst und was schön ist, kauf es nicht.

00:09:35: Sondern meistens ist der erste Eindruck zu verführerisch.

00:09:39: D.h.,

00:09:39: die Qualität der Arbeit wird irgendwie von der Optik dominiert.

00:09:44: Wenn man den dreimal geschlafen hat, wenn Sie immer noch sehen, dann ist das okay... ...und wenn der Künstler sagt ja er stellt aber ich hier auch sage da aus und jetzt ein super Investment, dann dreht mich gleich um und gehe wieder.

00:09:55: Das ist nicht meine Argumentation!

00:09:57: Wie entscheiden Sie denn?

00:09:59: als Paar gemeinsam?

00:10:00: oder gibt es dann auch so Werke, die mal dem einen eher gefallen?

00:10:04: Oder mal dem anderen eher gefallen.

00:10:06: Gutes Thema!

00:10:07: Wir entscheiden schon gemeinsam... ...oder ich rede mit meiner Frau, was wir darüber vor uns kaufen.

00:10:12: So vielleicht ein bisschen mehr.

00:10:13: Ich bin sicherlich derjenige, der da irgendwie weiter vorne ist als meine Frau.

00:10:17: Aber es gibt natürlich Arbeiten, die meine Frau nicht gut findet und andererseits arbeiten, die sie so gut finden und sagen, nee das mache ich jetzt mal.

00:10:26: Differenzieren das ein, liegt nach außen nicht.

00:10:28: Das ist halt eben eine gemeinsame Sammlung.

00:10:30: Gibt es da vielleicht einen Werk wo jemand von Ihnen gesagt hat, dass kommt mir sicher nicht ins Haus?

00:10:35: Ja, schöne Geschichte.

00:10:36: ja!

00:10:37: Wir haben... ...neunzehnhundert neunneunzig sowas in der größten Ordnung, Ausstärkung von Wolfgang Thielmann zu sehen, vollkommen unbekannt zu dem Zeitpunkt und ich fand auch super und das war Eine Wand.

00:10:49: Das war sich eine einzige Arbeit, sondern so eine Wand und zwar setzte ich mit der Sonnenfinsternis auseinander, also das Saros-Wand.

00:10:57: Die hing in der Galerie Buchholz und ich sag halt mal dass müssen wir unbedingt haben.

00:11:02: Aber guck das an und sagt okay die Bilder sind ja gar schön aber die Hängung geht gar nicht.

00:11:08: So dann musst du sagen akzeptierst du das oder akzeptiere es nicht?

00:11:12: Ich hab's.

00:11:12: glücklicherweise haben wir die Wand, haben x mal gezeigt in der Zwischenzeit.

00:11:16: Aber andererseits gibt's auch Sachen.

00:11:18: da waren war ich geschwaffel, beschäftigt viel unterwegs.

00:11:21: Ich war im Kunstverein Hamburg und habe erste Einzelaustellung von Wade Guyten gesehen.

00:11:25: Der KunstvereIN in Hamburg war das.

00:11:27: Jilma Staligio hat das damals kopertiert und die war vollkommen begeistert.

00:11:31: Hab gleich vor Ort drei Arbeiten gekauft und komm nach Hause, denke oh Gott was sagt jetzt deine Frau dazu?

00:11:37: Wie sieht die Bilder uns ab?

00:11:38: Wieso hast du nicht mehr gekauft?

00:11:41: Also es ist so... Die waren aber sehr preiswert damals!

00:11:44: Das ist jetzt also nicht vergleichbar mit dem heute, sondern weil sie

00:11:49: Sie präsentieren Ihre Sammlung ja in der Fahrbereitschaft.

00:11:53: Das ist ein Ort, der auf eine ganz eigene so industrielle Geschichte auch zurückblickt?

00:11:58: Welche Rolle spielt eigentlich der Ort für die Wirkung von der Kunst also von Ihrem Konzept und minimalen Kunst?

00:12:06: Nichts was man da zeigt ist nicht mit dem Ort verbunden weil die Räume doch sehr davon geprägt sind Und wir gehen sehr, sehr behutsam mit der Geschichte um.

00:12:16: Also man kann also die Geschichte der Fahrbereitschaft, sondern eben als Gewerbegebiet was zu DDR-Zeiten für unterschiedliche Dinge benutzt werden wurde.

00:12:25: Deswegen reist das auch Multi-Service dafür und da sind alle noch bis heute eine Autolackiererei und Schreinern in zwei Rahmenproduzenten so klassisches Gewerben drin.

00:12:40: Ich fand es sehr gut.

00:12:41: Wir waren heute für sie gerade mit relativ Affinität zu den Vereinigten Staaten und wir waren also häufig in Marfa und so, und Marfa war eine großartige.

00:12:48: diese Mischung von Grunz und Donaldsart und wie sich das entwickelt hat uns ein bisschen so.

00:12:53: dass haben wir uns zum Vorbild genommen auch und stellen das zwar aus an unterschiedlichen Orten.

00:13:00: Also wir haben schon im Keller ausgestellt und unterschiedliche Orte.

00:13:04: jetzt gibt da eigentlich keinen gibt es einen Waldcube, naja einen Relativen.

00:13:07: Aber jetzt nicht... Eigentlich gibt's keinen Waldcub wo man die Geschichte ...nicht ablesen kann und dieses Zusammenspiel das ist halt schon sehr interessant aber auch eng auf der anderen Seite haben wir natürlich gewisse Arbeiten gar nicht zeigen können weil sie nicht daran passen.

00:13:24: Sie hätten ja auch mehr in der Stadt quasi ein White Cube sich nehmen können aber haben speziell was gesucht sozusagen dass bisschen heraussticht, dass bisschen eine eigene Geschichte erzählt.

00:13:35: Wir hatten, also wir sind zweitausend und ein bisschen später nach Berlin gezogen erst teilweise dann ganz.

00:13:44: Und wir haben erste Ausstellung hier in einer Wohnung gekommen.

00:13:47: Das ist eine typische Berliner Wohnung, da gibt es hinten so einen gesindetrakt, sag ich mal.

00:13:51: Und vorne gibt's repräsentative Räume.

00:13:53: Da haben wir einen Gesindetakt gewohnt.

00:13:55: Wir haben vor den repräzentativen Räumen Ausstellungen gemacht oder auch LH.

00:13:59: Ja!

00:14:00: Und Leute eingeladen.

00:14:02: Viele Ausstellung gemacht.

00:14:03: relativ häufig gewechselt und dann muss ich mir da so vor jedes mal runtergeschrappt werden, runtergetragen werden in den Keller.

00:14:09: Und das sah dann hinterher völlig heruntergekommen aus.

00:14:12: Und nur bei Konzertgrunds können sie keinen Sofa mit dem Zimmer stehen.

00:14:16: Dann ist der wieder kurz oder... Da musste das Ding weg!

00:14:20: Und dann wurde meine Frau hier ganz sauer und sagt, bevor ihr die ganzen Möbel versaust sucht ihr was anderes?

00:14:26: Dann haben wir einen Ort gefunden, der auch eine große historische Relevanz hat.

00:14:30: zufällig.

00:14:31: Das ist am Straußberger Platz, das ist also mitten auf der Karl-Marx-Salee.

00:14:35: Da ist ein dicker Springbrunnen, den wir vielleicht mal gesehen haben mit zwei Türmen und dem rechten Turm wenn sie aus der Innenstadt kommen, haben wir das Kinderkaufhaus gespielt und es hat auch schon so eine Konnotation.

00:14:47: Dann hatte ich eine Einladung oder hatten wir eine Einlage zu Harald Falkenberg nach Hamburg dann eine Ausstellung zu machen.

00:14:54: Das waren Räume, weiß nicht, anderthalb tausend Quadratmeter riesiges Ding.

00:15:00: Und dann wieder zurückzukommen in dein Kinderkaufhaus.

00:15:02: Das fanden wir irgendwie nur halb zu doll und haben etwas Neues, hat mir vor was Neues zu suchen.

00:15:07: Wir haben eigentlich was in Mitte gesucht... ...und irgendwann haben wir dieses Angebot gekriegt und ist uns diese Fahrbereitschaft gezeigt worden die kein Mensch haben wollte ansonsten weil sie zu weit draußen und so stark untergekommen war.

00:15:21: Wir waren sofort begeistert und haben das gemacht.

00:15:25: Vielleicht auch als Zugreise nach Berlin.

00:15:28: hast du nicht diese Diese Angst vom Osten, wie die West-Berliner hat und diese Abscheufer von der Abscheuerwehr.

00:15:35: Das ist halt günstiger da und ich jetzt vielleicht auch nicht mehr so künstig.

00:15:40: aber das war so... Da waren wir komplett offen und die Geschichte ist halt eben super.

00:15:45: also genau zwischen Hohenschönhausen auf einer Seite im Knast oder anderen Seiten der Stasizentrale bei uns da war der Fuhrpark des ZK der SED.

00:15:54: deswegen haben viele Garagen.

00:15:57: es riecht noch nach DDR mit der Folge, dass bestimmte Künstler die aus ehemaligen DDR kommen.

00:16:04: Da ist man gar nicht arbeiten wollen weil sie sich so tief sind in den drin sind solche Sachen.

00:16:10: aber es ist halt eben spannend.

00:16:11: Ich find's gut!

00:16:13: Dann haben wir einen Ausstellungsverbot gehabt über viele Jahre weil wir im Gewerbegebiet keine Kultur machen sollten.

00:16:19: das hat sich mittlerweile Alpis gewägelt auch nicht richtig gesehen und dann haben wir versucht was anderes zu finden.

00:16:25: In Berlin findet man nichts gleich.

00:16:26: Also was man noch bezahlen kann, findet man nicht.

00:16:28: Was wir hier bezahlen können.

00:16:30: Überhaupt wäre es um Feld gegangen.

00:16:32: Hier gibt's sicherlich noch viele Sachen aber die sind dann irgendwie eine Stunde draußen oder so und da kommt überhaupt keiner ein.

00:16:38: Aber vielleicht nur eine Ergänzung?

00:16:39: Es ist für mich nicht wichtig wie viel Leute da hin.

00:16:41: Da kommen schon genug Leute dahin finde ich.

00:16:44: Aber darum gehts nicht sondern es geht darum nach mal etwas für die Künstler und sich machen.

00:16:48: Das ist ein schönes Stichwort, weil Sie hätten sie auch einfach Museum-Haubrock nennen können nicht.

00:16:53: Aber Sie sind ja bei Fahrbereitschaft geblieben?

00:16:56: Ja so ist es und wir entwickeln das auch immer weiter!

00:16:58: Also wir haben jetzt also paar an dreißig Künstlartelis und wenn dann mal einer von den klassischen Gewerbetreibungen geht heißt das nicht unbedingt dass er einen Künstler ausmacht Sondern wir versuchen diese Mischung zu erhalten.

00:17:11: Und die ist halt eben schon spannend und wir haben auch zwei Tonstudios da, da wird Musik gemacht und so.

00:17:17: Also es macht Spaß dieses ganze Gelände weiterzuentwickeln.

00:17:20: Wenn Sie so zurückblicken – sie sammeln ja jetzt seit vielen Jahren Kunst nicht allein sondern gemeinsam als Paar – was würden Sie sagen?

00:17:28: Was hat die Kunst in dieser Zeit mit Ihnen persönlich beziehungsweise auch mit Ihnen beiden als Paa gemacht?

00:17:34: Wir sind sehr glücklich!

00:17:37: Wir sind auch sehr kürzlich Leute, die so Projekte machen können.

00:17:40: Weil wir sehr viele quasi ninety-fünf Prozent der Künstler des Sammlung und das ist eine ganze Reihe, sind ja persönlich befreundet.

00:17:49: Und den täglichen Umgang mit dem Künstlern ist halt eben etwas was einen weiterbringt weil die Jungs und Mädels anders denken Wir machen ihm ordentlich bereit hier vor.

00:17:59: deswegen müssen wir gleich gehen.

00:18:01: Eine Ausstelle mit Christopher Williams.

00:18:04: Der ist sowas von präzis und der ist so was von konsequent, dass man da nur lernen kann.

00:18:09: Und dann mache ich paralleler zu einer Ausstellung die selbst koactive also der Anspruch gegenseitig wie viel Spielchen das ist sehr interessant und das frecht einen natürlich nicht.

00:18:19: glaube auch dass man deswegen dann auch irgendwie im Kopf schick bleibt.

00:18:33: Nicht das einzelne Werk steht im Zentrum sondern das was daraus entsteht.

00:18:37: Die Sammlung Haubrock ist damit weniger ein abgeschlossenes Assamble als sein Arbeitsfeld, in der Fahrbereitschaft ebenso wie im Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern.

00:18:48: Axel Haubrock war unser heutiger Gesprächspartner in dieser Folge von Kunstblick.

00:18:53: Aktuell könnt ihr in der Fahreitschaft übrigens die Ausstellung mit dem Künstlerin Andreas Solminsky besuchen.

00:19:00: Radar Traps lautet der Titel zu sehen es sie bis sechzehnten August, zwanzig sechsundzwanzig Besucht werden kann die Ausstellung immer Sonntags im Rahmen von Führungen.

00:19:09: Während des Gallery Weekends ist die Fahrbereitschaft auch zwischen vierzehn und achtzehn Uhr geöffnet.

00:19:15: Das war der heutige Kunstblick, wenn euch die Folge gefallen hat lasst uns gerne ein Like da und abonniert den Podcast.

00:19:21: Tschüss und bis zum nächsten Mal sagen Andreas Maurer und Sascha Warich.

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